Tagesmütter stärken

Arbeitsbedingungen von Tagesmüttern sollen verbessert werden

Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde in der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses über die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Tagesmüttern diskutiert.

Tagesmütter sind ein wesentlicher Bestandteil der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren. Ohne qualifizierte Tagesmütter wäre die Betreuungssituation gerade im U3-Bereich noch ein Stück weit schlechter

Im Moment werden 165 Kinder in Hürth bei Tagesmüttern oder Tagesvätern betreuut. Es ist wichtig, dass wir uns um die Arbeitsbedingungen kümmern. Ich sehe vor allem bei der Urlaubs- und Krankheitsregelung einen Änderungsbedarf. Aktuell werden 5 Krankheits- und 20 Urlaubstage bezahlt. Und das bei der Belastung! Wenn man viel mit kleinen Kindern zu tun hat, weiß man, dass Kinder immer mal wieder krank sind und man sich als Erwachsener bei ihnen ansteckt. Vor allem wenn man den Tag mit den Kinder verbringt, sie wickelt, mit ihnen kuschelt, … Und wir wollen nicht, dass sich eine Tagesmütter nicht auskuriert, weil ihr sonst das Geld fehlt. Darunter leidet auch die Qualität der Betreuung!
Auch wenn das betreute Kind mehr als 10 Tage pro Jahr krank ist, kann die Verwaltung laut Satzung die Bezahlung für die übrigen Krankentage einbehalten.

Auch über die Bezahlung würde ich gerne sprechen. Unser Vorschlag ist, die 1,5%-Steigerung, die die Eltern inzwischen bei ihren Beiträgen pro Jahr mehr bezahlen, auch bei den Tagesmüttern als Erhöhung einzuführen. So muss nicht jedes Jahr über die „Gehaltserhöhung“ gesprochen werden.

Eine weitere wichtige Änderung steht bei der Vertretungsregelung an.
In der Kindertagespflegesatzung ist geregelt, dass beispielsweise bei längerem Ausfall der Tagespflegeperson das Jugendamt dafür sorgen muss, dass das Kind entweder bei einer anderen Kindertagespflegeperson oder in einer Kindertageseinrichtung vorübergehend betreut wird.

Auch diese Regelung ist nicht mehr zeitgemäß, weil gerade Kinder unter drei Jahren nicht einfach durch Personen betreut werden sollen, die ihnen fremd sind. Deshalb hat der Gesetzgeber inzwischen auch einen Anspruch auf Vertretung festgelegt, den die Jugendämter umzusetzen haben. Dazu gehören auch sog. „Vertretungsstützpunkte“

In diesem „Stützpunktmodell“ besucht die Tagespflegeperson mit ihren zu betreuenden Kindern in regelmäßigen Abständen den „Betreuungsstützpunkt“. Das können private Räume der Ersatzpflegemutter sein oder durch die Stadt angemietete Räumlichkeiten. Dadurch sollen die Kinder an die Ersatzpflegeperson gewöhnt werden.
Im Rahmen des nächsten Kindergartenbedarfsplanes will die Verwaltung einen Vorschlag zur Einrichtung eines solchen „Vertretungsstützpunktes“ machen.

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