Martinusschule Fischenich – es geht weiter

Die Container stehen seit den Sommerferien auf dem Schulhof. Für das nächste Schuljahr sind erneut so viele Kinder angemeldet, dass eine zusätzliche Klasse erforderlich ist. Auch in den kommenden Schuljahren werden die Anmeldezahlen laut Schulentwicklungsplan stabil auf hohem Niveau bleiben. Jetzt wird weiter geplant für einen (erneuten) Anbau an die Schule. Doch der Platz sollte gut genutzt werden. Das wird sicher die letzte Erweiterung an der Martinusschule sein. Da will gut überlegt sein, wie Raum und Geld bestmöglich eingesetzt wird. Aus diesem Grund hat die Verwaltung die Montag-Stiftung als Schulbauberater beauftragt, um den aktuellen Stand und den Bedarf zu erfassen. Daraus werden Empfehlungen für den Anbau und eine bessere Nutzung des Bestandes entwickelt. In der sogenannten Phase Null soll vor der eigentlichen Planung mit allen Betroffenen überlegt werden, was wirklich benötigt wird. Dabei sollen vor allem pädagogische Überlegungen in die Planung einfließen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob Verwaltung und Schule nicht auch ohne teure Beratung wissen, welchen Bedarf es an der Martinusschule gibt.

 

Schulbauberatung

Laut dem Konzept der Schulbauberatung, geht es vor allem darum, weiter zu denken. Der Neubau soll nicht die nächsten fünf Jahre ausreichen, sondern die nächsten 50 Jahre. Wie die Schullandschaft dann aussehen wird, weiß heute natürlich niemand. Aber man sollte möglichst gut planen. Wie und wo werden Kinder in Zukunft lernen? Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.

Offene Ganztagsschule (OGS)

In Fischenich sind aktuell ca. 60% der Kinder in der OGS angemeldet und verbringen damit einen Großteil des Tages an der Schule. Für die nächsten Jahre wird mit steigenden Zahlen gerechnet. In anderen Ortsteilen besuchen bereits jetzt über 90% der Kinder den offenen Ganztag. In der Regel sind sie von 8 Uhr bis 16 Uhr in Schule und OGS. Es gibt eine Lernzeit, in der die Kinder ihre Hausaufgaben erledigen. Sehr begehrt sind auch Angebote wie Judo, Fußball oder Schwimmen. Die Kinder essen gemeinsam warm zu Mittag. Allerdings fehlt dafür an der Martinusschule ein Speiseraum. Seit dem Schuljahr 2017/18 ist Schülergarten e.V. als neuer Träger für die OGS in Fischenich verantwortlich.

ALDI-Markt Fischenich

ALDI-Markt Fischenich

Im September 2017 traf der Planungsausschuss den Beschluss über den neuen Aldi-Markt. Bei dieser Sitzung war es dem Ausschuss wichtig, dass eine Anbindung durch einen Kreisverkehr erfolgt. Ohne eine solche Anbindung wäre es je nach Tageszeit schwierig, aus dem Parkplatz nach links auf die Bonnstraße abzubiegen. Inzwischen liegt eine grundsätzliche Zustimmung des Grundstückeigentümers vor, so dass der überarbeitete Entwurf für den Bebauungsplan 404 „Aldi-Markt Fischenich“ einen Kreisverkehr darstellt. Die Verkaufsfläche soll 799 m2 groß sein, das gesamt Plangebiet umfasst gut 9000 m2. Auf dem Gelände selber werden ca. 93 Stellplätze (davon drei Behindertenstellplätze) entstehen.

Der vorgesehene Kreisverkehr soll zum einen den Aldi-Markt erschliessen. Es wird aber auch eine Verkehrsberuhigung durch die Verlangsamung des Verkehrs erwartet. Außerdem entsteht dadurch die Möglichkeit den Bus wenden zu lassen. Es ist beabsichtigt, hier in Zukunft die Buslinie 718 halten zu lassen. Zur sicheren Überquerung der Bonnstraße wird eine neue Mittelinsel eingerichtet. Per Fahrrad kann man über den vorhandenen Radweg den Markt erreichen. Im weiteren Verfahren wird geprüft, ob das Dach begrünt oder mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet wird. Weiteres Verfahren Die in der Beteiligung der Öffentlichkeit geäußerten Anregungen werden dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Dabei werden öffentliche und private Interessen miteinander abgewogen. Auf Grundlage dieses Ergebnisses wird der B-Plan Entwurf erarbeitet. Dieser Plan wird ebenfalls öffentlich ausgelegt. Während dieser Zeit besteht ein weiteres Mal die Möglichkeit, Anregungen und Bedenken zu äußern. Die Termine werden in der Presse und im Internet veröffentlicht.

SPD lehnt Umleitung der Stadtbuslinie 713 über die Lindgenstraße ab

Umleitung muss neu geplant werden

Aufgrund der Baumaßnahmen auf der Gennerstraße in Fischenich muss die Stadtbuslinie 713 voraussichtlich auf der Route von und nach Kendenich für vier Monate umgeleitet werden. Der favorisierte Vorschlag der Stadtwerke: Mitten durch das Landschaftsschutzgebiet am „Lindgenweg“, der Kendenich und Fischenich verbindet, soll dieser Wirtschaftsweg asphaltiert werden, um den Stadtbus dort wechselweise fahren zu lassen. Die Kosten werden auf insgesamt 350.000 Euro beziffert – ohne Rückbau der Straße.
Die SPD-Fraktion lehnt diesen favorisierten Plan der Stadtwerke komplett ab. Kendenichs Ortsvorsteher und SPD-Ratsmitglied Frank Baer: „Als ich vom Vorschlag erfuhr, habe ich zuerst auf den Kalender geschaut. Es war aber kein Aprilscherz. Der Stadtbus ist zweifelsfrei eine sehr wichtige Institution, für die man auch Kompromisse eingehen muss. Aber zu dieser Umleitung finde ich beim besten Willen keinen positiven Zugang. Zerstörung des Landschaftsschutzes und der Naherholung sind zusammen mit den immensen Kosten ein viel zu hoher Preis.“
Der Vorstand der Stadtwerke wird in der Sitzung des Verwaltungsrates aufgefordert werden, eine Lösung zu suchen, die kostengünstiger ist und dem Naturschutz Rechnung trägt.