Studie: Frauen in der Kommunalpolitik

Gerade bin ich auf die Studie „Engagiert vor Ort – Wege und Erfahrungen von Kommunalpolitikerinnen“ des Bundesfamilienministeriums dem Jahr 2014 gestoßen. Und da bin ich wohl eine Exotin 🙂
Laut der Studie ist die Altersgruppe der 40- bis 60-Jährigen mit 64% vertreten, die der über 60-Jährigen mit weiteren 25%. Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit, Kindererziehung und politischem Mandat ist vorwiegend nur im zeitlichen Nacheinander möglich: 71% der befragten Stadt- und Gemeinderätinnen sind Mütter. Allerdings sind bei zwei Dritteln die Kinder bereits „aus dem Gröbsten“ heraus, also älter als 16 Jahre; nur 7% der Frauen versorgen Kinder unter fünf Jahren.

Für die Zukunft der ehrenamtlichen Kommunalpolitik brauchen wir auch weiterhin Nachwuchs. Laut der Studie gibt es bei den Frauen Potential. Denn die bürgerschaftlich engagierten Frauen von heute sind die Kommunalpolitikerinnen von morgen: 86% der befragten Frauen waren vor der Übernahme eines kommunalpolitischen Mandates in Vereinen, Initiativen oder Verbänden ehrenamtlich engagiert. Und 62% der Stadt- und Gemeinderätinnen bekamen den Anstoß für die Kommunalpolitik von außen. Die persönliche Ansprache bzw. gezielte Aktivierung ist somit ganz entscheidend, um Frauen für ein kommunalpolitisches Ehrenamt zu gewinnen.

Wichtig ist aber auch die Schaffung von Rahmenbedingungen zur besseren Vereinbarkeit von Kommunalpolitik mit der Familie und dem Beruf. Ein schonender Umgang mit der knappen Ressource Zeit würde in jedem Fall dazu beitragen, die Beteiligungsmöglichkeiten der zeitlich besonders belasteten Frauen (und Männer) zu verbessern.

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationsliste,did=166736.html

Bohrschlamm-Entsorgung: SPD fordert Klarheit über Giftstoffe

Seit am vergangenen Wochenende öffentlich wurde, dass die Firma Remondis Bohrschlamm aus Niedersachsen auf der Hürther Deponie in Knapsack entsorgt, ist die Aufregung zurecht groß. Die SPD-Fraktion hat jetzt eine Anfrage zur nächsten Sitzung des Umweltausschusses der Stadt Hürth eingebracht.

Wir wollen Klarheit darüber, um welche Giftstoffe es sich konkret handelt und welches Gefahrenpotential für die Bevölkerung wirklich besteh.

Die Anfrage umfasst auch den gesamten Bereich der Informationspflicht. Wir wissen noch nicht einmal, seit wann die Transporte laufen und wie viele Tonnen Giftmüll bereits auf der Hürther Deponie gelagert werden. Wir fordern, dass der Giftmüll dort entsorgt wird, wo er anfällt.
Die SPD-Fraktion setzt darauf, dass die Verwaltung so schnell wie möglich alle Informationen zusammenträgt.

Politik und Verwaltung müssen alle zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen, damit die Lieferungen aufhören

Internationaler Frauentag

Frauentag 2016Was uns wichtig ist:

  • Mehr Zeit für Familien: Mit dem Modell einer „Familienarbeitszeit“ erhalten Frauen und Männer in Zeiten mit erhöhten Anforderungen – wenn die Kinder klein sind oder Eltern pflegebedürftig werden – mehr zeitliche Spielräume.
  • Entgeltgleichheit: Mindestens ein Drittel des Gender Pay Gap ist auf Einkommensdiskriminierung zurückzuführen. Diese mittelbare und unmittelbare Diskriminierung zu bekämpfen – dafür muss Politik den Weg ebnen.
  • Selbstbestimmt und frei von Gewalt leben: noch immer werden Frauen Opfer von sexueller Gewalt. Das wollen wir nicht hinnehmen. Wir können etwas ändern.

Kommunalpolitik in die Schulen – nicht in Hürth

Aus dem Stadtanzeiger 24.2.2016

Aus dem Stadtanzeiger 24.2.2016

Von einer Bekannten aus Lengerich habe ich von dem Projekt KidS „Kommunalpolitik in die Schulen“ erfahren. Ich war schnell davon begeistert. Und nach der geringen Wahlbeteiligung bei der letzte Wahl wollte ich das gerne auch in Hürth etablieren.

Bei diesem „KidS-Projekt“ sollen Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe für 4 bis 6 Wochen Gelegenheit haben, Einblick in die Gemeinde- bzw. Kommunalpolitik zu bekommen, indem sie einem Ratsmitglied oder sachkundigem Bürger bei der Ausübung seiner kommunalpolitischen Aufgaben über die Schulter gucken.

Die Mehrheit aus CDU/Grünen ist gegen das Projekt „Kommunalpolitik in die Schulen“. In vielen anderen Kommunen läuft das Projekt sehr gut, schade dass es bei uns nichts wird.

Alle, die Lust haben mir über die Schultern zu schauen, dürfen sich gerne bei mir melden. Unabhängig von Alter und ob SchülerIn oder nicht 🙂

 

 

Gemeinsamer Kino-Abend mit dem Film „Mustang“

Film Mustang

Film Mustang

Die ASF Hürth lädt zu einem gemeinsamen Kino-Besuch ein.
Sonntag, 13. März
Treffen: 16:30 Uhr
Beginn des Films: 17:00 Uhr
Berli Theater, Wendelinusstr. 45, 50354 Hürth-Berrenrath

Bitte bis zum 10. März bescheid sagen, dann reserviere ich eine Karte. Alle anderen dürfen auch spontan dazu kommen.

Zum Film:
Im Frühsommer in einem kleinen türkischen Dorf machen Lale (Günes Nezihe Sensoy) und ihre vier Schwestern Nur (Doga Zeynep Doguslu), Ece (Elit Iscan), Selma (Tugba Sunguroglu) und Sonay (Ilayda Akdogan) auf dem Weg von der Schule nach Hause einen kleinen Abstecher zum Meer, wo sie mit ein paar Jungs spielen. Doch das eigentlich harmlose Herumalbern tritt einen Skandal mit weitreichenden Konsequenzen los. Fortan halten gefängnisähnliche Zustände Zuhause bei ihrem strengen Onkel Erol (Ayberk Pekcan) Einzug, wo die fünf Mädchen nach dem Tod ihrer Eltern aufwachsen. Stundenlanges Schuften bei der Hausarbeit und beim Kochen ersetzt die Schule und die ersten Ehen werden arrangiert. Doch die Geschwister, die den Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung gemein haben, versuchen alles, um den ihnen aufgezwungenen Restriktionen zu trotzen.

http://berli-huerth.de/de/

Baumaßnahme Gennerstraße: Es geht los

Es geht los mit der Baumaßnahme Gennerstraße. Ab dem 29. Februar 2016 bauen die Stadtwerke Hürth  in der Gennerstraße gemeinsam mit dem Rhein-Erft-Kreis neue Abwasserkanäle, Wasser- und
Fernwärmeleitungen, zugehörige Hausanschlussleitungen, Beleuchtungseinrichtungen und Straßen. Im Rahmen der Maßnahme werden teilweise auch Leitungen der Rheinenergie, Telekom und Gasversorgung erneuert.

Der erste Bauabschnitt ist vom Bahnübergang bis zur Jakobstraße mit folgenden Teilabschnitten:
– Bahnübergang Gennerstraße bis Fronhofstraße / An der Fuhr
– Fronhofstraße / An der Fuhr bis Augustinerstraße und Augustinerstraße
– Augustinerstraße bis Jakobstraße

Einen genauen Zeitrahmen bekomme ich hoffentlich nach der nächsten Sitzung des Verwaltungsrats.

 

Veranstaltungshinweis: Internationales Frauenfrühstück

Rund um den Internationalen Frauentag häufen sich entsprechende Veranstaltungen 🙂

Internationales Frauenfrühstück
Montag, 07.03.2016
10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Löhrerhof, Lindenstraße 20 in Alt-Hürth.
Kostenlos! Anmeldung erforderlich.

Hürths Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Kuhn-Wolpert lädt Frauen aller Nationalitäten am Montag, 7. März 2016, herzlich zum Internationalen Frauenfrühstück in den Löhrerhof, Lindenstraße 20 im Stadtteil Alt-Hürth, ein. Von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr können sich Interessierte austauschen.

Die Veranstaltung findet statt anlässlich des Internationalen Frauentages, der darauf folgend am 8. März zum 105-ten Mal gefeiert wird. Er gilt weltweit als Gedenktag und Symbol für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. „Diesen Gedenktag möchten wir erstmalig mit Hürther Frauen deutscher und ausländischer Herkunft im Rahmen eines gemeinsamen Frühstücks feiern. In ungezwungener Atmosphäre können wir uns in Gesprächen näher kennen lernen und Spezialitäten aus verschiedenen Ländern kosten. Ein attraktives Rahmenprogramm erwartet Sie“, so Brigitte Kuhn-Wolpert.

Teilnehmerinnen werden gebeten, Frühstücksgeschirr mitzubringen. Landestypische Speisen sind zur Bereicherung des Frühstückbuffets willkommen. Eine vorherige Anmeldung unter Telefon 02233 / 53-141 oder per E-mail an frauenbuero@huerth.de ist erforderlich.

Mehr Informationen zum Internationalen Frauenfrühstück der Stadt Hürth

 

Veranstaltungshinweis zum Equal Pay Day in Köln

Noch ein Hinweis zu einem Termin im März, dem Equal Pay Day.

Equal Pay Day 2016: Berufe mit Zukunft

Wunsch und Wirklichkeit – Was ist meine Arbeit W€RT?

Einladung

zur Ausstellung im Kölner Rathaus, Spanischer Bau, Rathausplatz, 50667 Köln sowie zur Midissage mit Kabarett am 10.3.2016, 18:00 Uhr im Landschaftsverband Rheinland, Horionhaus, Raum Rhein, Hermann-Pünder-Str. 2, 50679 Köln

Fünf katholische Verbände im Erzbistum Köln weisen anlässlich des Equal Pay Days 2016 mit zwei Aktionen auf die ungleiche Bezahlung von berufstätigen Frauen und Männern hin: Anfang März veranstalten sie eine Ausstellung im Rathaus, Spanischer Bau.
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Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Köln, Christine Kronenberg, hat die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernommen, der Landschaftsverband Rheinland unterstützt die Midissage, die in seinen Räumen stattfinden wird.

Die Ausstellung zeigt Fotos von Frauen und Männern – vor allem in Pflege- und erzieherischen Berufen – und gibt ihren beruflichen Wünschen Raum. Gleichzeitig decken kurze Infotexte die Missstände in der Realität auf.

Auf der Midissage werden die Fotographien „lebendig“. Nach einer Einführung durch die Schirmherrin Christine Kronenberg, erzählen einige der Modells aus erster Hand von ihrem Arbeitsalltag und was es braucht, damit unsere Gesellschaft sich auch in Zukunft darauf verlassen kann, sowohl in jungen Jahren wie auch in Alter und Krankheit gut versorgt und gepflegt zu werden. Die Gleichstellungsbeauftragte des LVR, Verena Meckle beleuchtet diese Herausforderungen aus Sicht eines der größten kommunalen Arbeitgeber im Rheinland. Für die passende Unterhaltung an diesem Abend sorgt das Frauenkabarett Krefeld FKK, das sich mit scharfer Zunge eigene Gedanken zur Lohnungleichheit von Frauen und Männern macht.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland (kfd), die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Zentralverband der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen der Katholischen Kirche Deutschlands (ZKD) sowie der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) unterstützen gemeinsam den Equal Pay Day.

Vergleicht man den Verdienst aller Männer in Deutschland mit dem aller Frauen, so verdienen Frauen durchschnittlich 22 % weniger als Männer. In Tagen ausgedrückt heißt das, Frauen arbeiten 79 Tage, also bis zum 19. März – dem diesjährigen Equal Pay Day – umsonst, während Männer bereits ab dem 1. Januar für ihre Arbeit entlohnt werden. Das liegt unter anderem daran, dass viele Frauen in Branchen beschäftigt sind, in denen deutlich weniger gezahlt wird als in Berufszweigen, in denen vor allem männliche Erwerbstätige arbeiten. Dies betrifft besonders Pflege- und erzieherische Berufe, in denen rund 90% aller Erwerbstätigen Frauen sind. Dabei sind – betrachtet man den demographischen Wandel in Deutschland – gerade diese so schlecht bezahlten Tätigkeiten Berufe mit Zukunft.

Veranstaltungshinweis: Rosa-Hellblau-Falle

Rosa-Hellblau-FalleEinladung zur Rosa-Hellblau-Falle am internationalen Frauentag, am 8.März 2016 ist das Autorenteam am Abend mit der Rosa-Hellblau-Falle in Bonn zu Vortrag und Diskussion. Um 19:30 geht es los, in der Familienbildungsstätte in der Lennéstraße 5.

 

Link zur Veranstalterin + Anmeldung

 


Die Rosa-Hellblau-Falle. Für eine Kindheit ohne Rollenklischees.

Schnerring, Almut; Verlan, Sascha. Verlag Antje Kunstmann, München 2014.  ISBN 978-3-88897-938-5

Ein Aufruf zum Widerstand. Wie lässt sich die Klischeefalle im Alltag umschiffen?

Wer im Kaufhaus in die Spielzeugabteilung hinauffährt, taucht in einer zweigeteilten Welt wieder auf. Ein ganzes Stockwerk ist unterteilt in zwei Zonen: Auf der einen Seite markieren blassrosa und pink, „was Mädchen mögen“. Auf der anderen Seite sind die Verpackungen vorwiegend schwarz und dunkelblau und kennzeichnen das Spielzeugreich der Jungen. Links sind die Regale gefüllt mit pastellfarbenen Pferden, glitzernden Feen, kuscheligen Kuscheltieren, Mini- Küchen und allem, worauf die Puppen nicht verzichten können.  Rechts blicken wilde Monster, Ritter und bewaffnete Science-Fiction-Kämpfer durch die Plastikfenster der Spielzeugschachteln, und es stapeln sich die Bausätze für Fahrzeuge und Maschinen. Auf einem ganzen Stockwerk spiegeln sich die traditionellen Rollenzuschreibungen wider, von denen wir glaubten, sie in den vergangenen Jahrzehnten überwunden zu haben.

Informationen zu Weiterbildungen