Kreissparkasse Köln schließt Filiale in Fischenich

Die Kreissparkasse Köln hat angekündigt, drei weitere Filialen in Hürth zu schließen. Das betrifft neben den Filialen in Alt‐Hürth und Berrenrath auch die Filiale Fischenich/ Kendenich an der Ecke Gennerstraße/AmSchneeberg.

Die Kreissparkasse Köln begründet diesen Schritt mit dem veränderten Kundenverhalten. Immer seltener besuchen Kunden die örtliche Filiale und wählen stattdessen Online‐Banking. Während in Alt‐Hürth ein SBAutomat bestehen bleibt, fällt die Bargeldversorgung für Kunden der Kreissparkasse Köln in Fischenich und Kendenich komplett weg. Deshalb hat sich die SPD Hürth an den Regionaldirektor der Kreissparkasse in Hürth, Herrn Stephan Tiefenthal gewandt. Es muss sichergestellt werden, dass sich die Menschen in den betroffenen Orten weiterhin mit Bargeld versorgen können. Neben klassischen SB‐Automaten der KSK kommen dabei beispielsweise auch Kooperationen mit anderen Banken oder mit örtlichen Geschäften in Betracht. Schon jetzt kann man in bestimmten Einzelhandelsketten als Sparkassen‐Kunde an der Kasse Geld abheben. Wieso nicht beispielsweise auch in der örtlichen Bäckerei?

Wir sind auf die Antwort gespannt und halten sie auf demLaufenden!

Neue Satzung für Tagespflege – mit kleinen Schritten

Jugendhilfeausschuss verabschiedet neue Satzung zur Förderung der Kindertagespflege

Bezahlung muss weiter verbessert werden

Die Arbeit von Tagesmüttern wurde nach langwieriger Diskussion auf eine neue Grundlage gestellt. Der Jugendhilfeausschuss verabschiedete eine neue Satzung zur Förderung der Kindertagespflege.

Die wesentlichen Veränderungen betreffen die Vermittlung und die Betreuungszeiten für Tagespflegekinder, die Antrags- und Bewilligungsverfahren, die Mitteilungspflichten und nicht zuletzt das Kindertagespflegeentgelt. Bei den Betreuungszeiten wird der für das Kind notwendige Bedarf noch stärker berücksichtigt und das Verfahren wird insgesamt transparenter. „Insgesamt bringt die neue Satzung Verbesserungen für Eltern, Kinder und Tagesmütter. Leider bleibt die Neuausrichtung bei der Bezahlung und der Weiterzahlung bei der Vergütung im Krankheitsfall weit hinter der Möglichkeiten der Stadt zurück“, so SPD-Ratsfrau Katrin Härtl.

Die neue Regelung sieht vor, dass sich die laufende Geldleistung von 5,00 € pro Stunde ab dem 1. August 2018 pauschal um 1,5% erhöht. Und bei der Regelung im Krankheitsfall bleibt es dabei, dass Tagesmütter nur fünf Krankheitstage weiter vergütet bekommen. Die SPD hatte Anfang des Jahres beantragt, die Geldleistung ab dem 1. August 2018 von derzeit 5,00 € pro Stunde auf 5,50 € zu erhöhen und die Weiterzahlung der Vergütung im Krankheitsfall von derzeit 5 auf 10 Tage anzuheben. „Wir sind mit diesem Antrag am Widerstand der CDU gescheitert. Es ist bis heute nicht klar, warum sich CDU gegen eine wesentliche Verbesserung der Bezahlung von Tagesmüttern wehrt. Wir werden uns jedenfalls weiter für eine solche Verbesserung einsetzen“, so Härtl.

In den abschließenden Beratungen konnte die SPD zwei weitere Forderungen durchsetzen. Beim Essensgeld wird es keine Verschlechterung der jetzigen Situation geben und die Krankheitstage des Kindes werden nicht mehr der Tagesmutter in Abzug gebracht. Die alte Satzung sah vor, dass Krankheitstage des Kindes nur in Abzug gebracht werden, wenn sie 10 Betreuungstage im Jahr überschreiten. „Für die Krankheitstage eines Kindes kann die Tagesmutter in der Regel nichts. Warum sollte sie hierfür weiter finanziell bestraft werden? Das hat sich jetzt mit der Zustimmung zu unserem Antrag erledigt“, ergänzt die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Silvia Lemmer (SPD).

 

 

 

Ortsumgehung für Meschenich und Weiterführung Eifeltor

Seit fast einem halben Jahrhundert gibt es Pläne für eine Orts-umgehung für Meschenich. Jetzt soll sie kommen. Viele Fischenicher werden den Stau aus Köln kurz vor Meschenich kennen. Durch Köln ist man noch gut durchgekommen, aber kurz vor Zuhause erwischt einen der Feierabendverkehr und man steht auf der Brühler Landstraße. Damit soll bald Schluss sein. Die Ortsumgebung soll auch an den Marktweg angeschlossen werden und wird für einige Fischenicher Vorteile bringen. Wichtiger für Hürth ist allerdings der zweite Bauabschnitt. Der erste Bauabschnitt, die eigentliche Umfahrung von Meschenich, ist unstrittig. Aber wie soll der Verkehr weiter Richtung Eifeltor geführt werden? Der Landesbetrieb NRW plant die Fortführung der B51n bis zur Anschlussstelle Köln-Eifeltor. Durch den Neubau der B51 – als direkte Verbindung zwischen dem Ende der Ortsumgehung Köln-Meschenich und der Anschluss-stelle Köln-Eifeltor – wird das untergeordnete Straßennetz deutlich entlastet. Wir werden Sie weiter darüber informieren.

29. Februar – equal care day

Diesen Beitrag habe ich für die Aktion http://equalcareday.de geschrieben


Liebe Tochter,

Letzte Woche hast du aus der Schule ein Arbeitsblatt mit nach Hause bekommen. Du solltest eintragen, wer bei uns die Hausarbeit erledigt, also z.B. wer einkauft oder kocht. Bei den meisten Punkten hast du Mama und Papa eingetragen. Auf meine Nachfrage hast du mir erzählt, dass du die Arbeit bei uns gerecht aufgeteilt siehst. Blumen gießen hattest du übrigens gestrichen – Blumen haben wir nur in der Vase und die muss man nicht gießen, klar  🙂 Und du wünscht dir für später, dass du die Arbeit mit deinem Mann teilst. Das war der Anlass für mich, einmal darüber nachzudenken, was ich dir wünsche. Du bist jetzt 7 Jahre alt. In den nächsten, vielleicht 20 Jahren, kann sich einiges ändern …

Wenn du einmal erwachsen bist, dann wünsche ich mir für Dich, dass du auch einen Partner hast, für den es selbstverständlich ist, dass ihr die Arbeit teilt. Dass ihr beide Zeit für euere Kinder habt und sie natürlich gerne auch mal zur Oma und Opa bringt 🙂 Dass ihr beide Zeit für Hobby und Ehrenamt habt. Und dass ihr beide einen Beruf habt, der euch erfüllt, aber auch Zeit für die anderen Dinge lässt.
Ich hoffe aber auch, dass du irgendwann stolz auf mich bist und nicht mehr sauer, weil ich so viele Abende nicht da bin. Diese Abende verbringe ich bei Ausschüssen oder anderen politischen Sitzungen, denn ich möchte die Weichen stellen, damit es für euch später einfacher wird:
  • Kostenlose, gute Kinderbetreuung, damit du dir keine Sorgen machen musst, ob die Kinder gut betreut sind oder ihre Hausaufgaben machen, während du arbeitest
  • Einen Beruf, der dir Spaß macht und gut bezahlt ist, gleiche Bezahlung für Männer und Frauen und die richtigen Vorgesetzten. Damit es egal ist, wer wie lange in Elternzeit geht. (Ich weiß aus Erfahrung, dass es schön für alle Beteiligten ist, sich die Elternzeit zu teilen)
  • Ausreichende Rente, damit man sich keine Sorgen um die spätere Zukunft machen muss und die Großeltern auch Zeit haben für ihre Enkelkinder
  • Abschaffung des Ehegattensplittings. Weg mit den falschen Anreizen, stattdessen Entlastung für Kinder und nicht den Ehepartner
  • Tatsächlich auch technische Neuerungen, die das Leben erleichtern. Ohne gemeinsamen Kalender und Einkaufsliste auf den Smartphone wäre es noch komplizierter  🙂
Liebe Grüße aus dem Jahr 2018
Deine Mama

Diesen Beitrag habe ich für die Aktion http://equalcareday.de geschrieben.

29. Februar?

80% der Care-Arbeit wird von Frauen geleistet, sowohl im professionellen Bereich und mehr noch im Privaten: Das Datum „29.Februar“ soll daran erinnern, dass Männer in Deutschland über 4 Jahre brauchen, um die Care-Arbeit zu leisten, die Frauen innerhalb eines Jahres erbringen.

Mehr Geld für Tagesmütter

Nach monatelanger Diskussion wurde die Chance vertan, die Arbeitsbedingungen der Tagesmütter und -väter wesentlich zu verbessern und gleichzeitig ein deutliches Signal zu geben, dass wir die wertvolle Arbeit der Tagesmütter entsprechend honorieren wollen.

Tagesmütter sind ein wesentlicher Bestandteil der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren. Ohne qualifizierte Tagesmütter wäre die Betreuungssituation gerade im U3-Bereich noch ein Stück weit schlechter. Das wird im aktuellen Kindergartenbedarfsplan deutlich. Deshalb hatte die SPD-Fraktion bereits im September letzten Jahres die Verbesserung der Arbeitsbedingungen beantragt. Der Antrag wurde jetzt zu den Haushaltsberatungen modifiziert vorgelegt. So sollte die Geldleistung ab dem 1.08.2018 von derzeit 5,00 € pro Stunde auf 5,50 € angeboten werden. Die Weiterzahlung der Vergütung im Krankheitsfall sollte von 5 auf 10 Tage angehoben und das Vertretungssystem neu geregelt werden. Das wurde von der CDU abgelehnt. Es wurde stattdessen eine Erhöhung von jährlich 1,5% beschlossen und die Weiterzahlung der Vergütung im Krankheitsfall wird auf 9 Tage angehoben.  Unter anderem mit dem Vorwurf, dass die SPD jahrelang nichts an der Situation der Tagesmütter geändert hätte. Dabei wurde die aktuelle Satzung von der schwarz-grünen Mehrheit verabschiedet.

Auch die Vertretungsregelung wird vorerst nicht angepackt. In der Kindertagespflegesatzung ist geregelt, dass beispielsweise bei längerem Ausfall der Tagespflegeperson das Jugendamt dafür sorgen muss, dass das Kind entweder bei einer anderen Kindertagespflegeperson oder in einer Kindertageseinrichtung vorübergehend betreut wird.

Auch diese Regelung ist nicht mehr zeitgemäß, weil gerade Kinder unter drei Jahren nicht einfach durch Personen betreut werden sollen, die ihnen fremd sind. Deshalb hat der Gesetzgeber inzwischen auch einen Anspruch auf Vertretung festgelegt, den die Jugendämter umzusetzen haben. Dazu gehört die Einrichtung einer festen Vertretungsgruppe oder auch sog. „Vertretungsstützpunkte“.

Die SPD-Fraktion wird sich weiter für die Tagesmütter einsetzen.

Aus dem Jugendhilfeausschuss: Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen nach § 20 SGB VIII

Aus dem Jugendhilfeausschuss: Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen nach § 20 SGB VIII

Im letzten Jugendhilfeausschuss (JHA) der Stadt Hürth beschäftigten wir uns mit dem § 20 SGB VIII „Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen“.

Diese Vorschrift ist dem Abschnitt der Förderung der Erziehung in der Familie zugeordnet und stellt ein eigenständiges Angebot dar. In akuten familiären Notsituationen und schwierigen Lebenslagen ermöglicht § 20 SGB VIII, individuell auf die Bedürfnisse des Kindes zu reagieren.
Damit soll eine Familie unterstützt werden, wenn der bisher hauptsächlich betreuunde Elternteil ausfällt. Entscheidungen müssen immer im Einzelfall gefällt werden, ob dieser Paragraph anzuwenden ist oder ob z.B. Unterstützung durch die Krankenkasse oder andere Hilfen Vorrang haben. Der Vortrag hat auf jeden Fall geholfen, diese Vorschrift besser zu verstehen.

Jetzt in die SPD! Farbe bekennen!

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Wir wollen sie meistern. Dabei sind wir auf Hilfe angewiesen – Hilfe von Menschen, die mitmachen und sich einmischen. Auf diejenigen, die Position beziehen wollen zu den großen Zukunftsfragen. Aber auch auf die, die sich vor Ort um einen neuen Kinderspielplatz kümmern oder sich für die Umwelt engagieren. Also auch auf dich!

Wir Sozialdemokraten haben nicht sofort auf alles die richtige Antwort. Aber wir laden alle ein, mit uns über richtige Antworten zu diskutieren und dies dann gemeinsam umzusetzen. Demokratische Willensbildung, die möglichst viele einbezieht, hat ihre Wurzeln vor Ort. Wir wollen die Türen der SPD weit öffnen: für neue Ideen, für neues Engagement, für neue Mitglieder.

Wir sind auch überzeugt, dass zu einem guten Leben die Gemeinschaft und der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft gehört. Für andere da sein, die es schwerer haben. Politik bedeutet für uns, dass das Leben für jeden und jede offen ist – unabhängig von der Herkunft, ohne Hürden, aber mit vielen Chancen für den eigenen Weg.

Vieles ist möglich, wenn alle gemeinsam anpacken. Das lohnt sich.

https://www.spd.de/unterstuetzen/mitglied-werden/