SPD lehnt Umleitung der Stadtbuslinie 713 über die Lindgenstraße ab

Umleitung muss neu geplant werden

Aufgrund der Baumaßnahmen auf der Gennerstraße in Fischenich muss die Stadtbuslinie 713 voraussichtlich auf der Route von und nach Kendenich für vier Monate umgeleitet werden. Der favorisierte Vorschlag der Stadtwerke: Mitten durch das Landschaftsschutzgebiet am „Lindgenweg“, der Kendenich und Fischenich verbindet, soll dieser Wirtschaftsweg asphaltiert werden, um den Stadtbus dort wechselweise fahren zu lassen. Die Kosten werden auf insgesamt 350.000 Euro beziffert – ohne Rückbau der Straße.
Die SPD-Fraktion lehnt diesen favorisierten Plan der Stadtwerke komplett ab. Kendenichs Ortsvorsteher und SPD-Ratsmitglied Frank Baer: „Als ich vom Vorschlag erfuhr, habe ich zuerst auf den Kalender geschaut. Es war aber kein Aprilscherz. Der Stadtbus ist zweifelsfrei eine sehr wichtige Institution, für die man auch Kompromisse eingehen muss. Aber zu dieser Umleitung finde ich beim besten Willen keinen positiven Zugang. Zerstörung des Landschaftsschutzes und der Naherholung sind zusammen mit den immensen Kosten ein viel zu hoher Preis.“
Der Vorstand der Stadtwerke wird in der Sitzung des Verwaltungsrates aufgefordert werden, eine Lösung zu suchen, die kostengünstiger ist und dem Naturschutz Rechnung trägt.

Entwicklung der Schülerzahlen in Fischenich

Entwicklung der Schülerzahlen in Fischenich

Am 16. August hatte die SPD Fischenich zu einer Veranstaltung zum Thema „Entwicklung der Schülerzahlen in Fischenich“ eingeladen. Unserer Meinung nach war diese Veranstaltung nötig, da bei einigen Eltern Fragen zur Kapazität der Martinusschule aufgekommen waren. Und letzte Woche hatten alle Eltern eine Einladung im Briefkasten, die Informationsveranstaltung der neuen Grundschule in Hermülheim zu besuchen. Das verunsicherte zusätzlich.

Dezernent Jens Menzel konnte aber die Befürchtungen der Eltern auflösen, dass ihre Kinder womöglich keinen Platz an der Martinusschule bekommen. Er stellte klar, dass der Elternwille zählt und dass die Fischenicher Kinder, die bei der Martinusschule angemeldet werden, hier auch einen Platz bekommen. So wie es aktuell aussieht, wird die Schule ab dem nächsten Jahr dreizügig bis (voraussichtlich) 2021. Für diese Zeit sollen Raummodule (auch als Container bekannt) aufgestellt werden. Wie viele und wo genau diese hin sollen, konnte gestern noch nicht gesagt werden. Die Verwaltung hat aber zugesagt, diese Pläne bei der Info-Veranstaltung der Schule im Oktober vorzustellen. Außer Klassenräumen müssen auch Fach- und OGS-Räume geschaffen werden.

Martinusschule - Schülerzahlen?Es müssen mindestens 57 Kinder in Fischenich angemeldet werden, um drei Klassen bilden zu können. Für das Schuljahr 2017/18 gibt es in Fischenich laut dem Schulentwicklungsplan 74 Kinder, die in diesem Schuljahr eingeschult werden. Also ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Lösung kommt. Zur pädagogischen Umsetzung konnte bei der Veranstaltung nichts gesagt werden. Aber dafür gibt es ja im Herbst die Vorstellung der Schule.

Einige Eltern hinterfragten den Sinn von Containern gegenüber einem festen Anbau. Zum einen aus Kostengründen, zum Anderen der Bedarf von Räumen über das Jahr 2021 hinaus. Die Container haben eine Haltbarkeit von ca. 15 Jahren. Aber viele von uns kennen sicher Provisorien an Schulen, die länger genutzt wurden. Außerdem berichteten die Eltern, dass bereits jetzt Raumnot an der Schule herrscht. Differenzierungs- oder Sprachunterricht muss im Erste-Hilfe-Raum oder auf dem Flur stattfinden. Ihrer Meinung nach, wären die zusätzlichen Räume schon dieses Schuljahr nötig.

Ich werde diese Fragen mit in die SPD-Fraktion nehmen um ggf. weiter daran zu arbeiten.

Fragen gab es auch zur neu zu gründenden Grundschule in Hermülheim in der ehemaligen Dr.-Kürten-Schule. Dazu findet eine Veranstaltung am 31. August statt.

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Kurze Beine – kurze Wege – nicht für alle Fischenicher Kinder?

Zum Schuljahr 2017/2018 sollen viele Fischenicher Kinder auf Schulen in anderen Stadtteilen gehen.

Kurze Beine – kurze Wege. Dies soll vor allem dem Erhalt von Schulen in Gemeinden mit weniger Kindern gelten. In Hürth ist eher das Gegenteil der Fall. In unserer Stadt gibt es durch Zuzug mehr Kinder. Für Fischenich wird für das Schuljahr 2017/18 mit 74 Erstklässlern gerechnet. Und somit 24 mehr als an der Martinusschule Platz haben. Diese 24 Kinder und in den folgenden Jahren pro Jahrgang 10-15 weitere sollen auf andere Schulen im Stadtgebiet gehen. So sieht es der aktuelle Schulentwicklungsplan vor. Kendenich hat kaum Kapazitäten um Kinder aus einem anderen Stadtteil aufzunehmen. Zielschule soll wohl vor allem die neu zu gründende Grundschule im Gebäude der ehemaligen Förderschule sein. Laufen ist für die Strecke auf jeden Fall nicht angesagt.  Die Anfahrt würde vor allem während des Baus der Umgehungsstraße B265n schwierig. 2020 wären das dann ca. 60 Kinder,  die jeden Tag von Fischenich nach Hermülheim fahren (oder gebracht werden).

Wir werden bei der Verwaltung nachfragen, wie sie sich das vorstellt und das praktisch funktionieren soll. 

Veranstaltungshinweis zum Equal Pay Day in Köln

Noch ein Hinweis zu einem Termin im März, dem Equal Pay Day.

Equal Pay Day 2016: Berufe mit Zukunft

Wunsch und Wirklichkeit – Was ist meine Arbeit W€RT?

Einladung

zur Ausstellung im Kölner Rathaus, Spanischer Bau, Rathausplatz, 50667 Köln sowie zur Midissage mit Kabarett am 10.3.2016, 18:00 Uhr im Landschaftsverband Rheinland, Horionhaus, Raum Rhein, Hermann-Pünder-Str. 2, 50679 Köln

Fünf katholische Verbände im Erzbistum Köln weisen anlässlich des Equal Pay Days 2016 mit zwei Aktionen auf die ungleiche Bezahlung von berufstätigen Frauen und Männern hin: Anfang März veranstalten sie eine Ausstellung im Rathaus, Spanischer Bau.
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Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Köln, Christine Kronenberg, hat die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernommen, der Landschaftsverband Rheinland unterstützt die Midissage, die in seinen Räumen stattfinden wird.

Die Ausstellung zeigt Fotos von Frauen und Männern – vor allem in Pflege- und erzieherischen Berufen – und gibt ihren beruflichen Wünschen Raum. Gleichzeitig decken kurze Infotexte die Missstände in der Realität auf.

Auf der Midissage werden die Fotographien „lebendig“. Nach einer Einführung durch die Schirmherrin Christine Kronenberg, erzählen einige der Modells aus erster Hand von ihrem Arbeitsalltag und was es braucht, damit unsere Gesellschaft sich auch in Zukunft darauf verlassen kann, sowohl in jungen Jahren wie auch in Alter und Krankheit gut versorgt und gepflegt zu werden. Die Gleichstellungsbeauftragte des LVR, Verena Meckle beleuchtet diese Herausforderungen aus Sicht eines der größten kommunalen Arbeitgeber im Rheinland. Für die passende Unterhaltung an diesem Abend sorgt das Frauenkabarett Krefeld FKK, das sich mit scharfer Zunge eigene Gedanken zur Lohnungleichheit von Frauen und Männern macht.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland (kfd), die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Zentralverband der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen der Katholischen Kirche Deutschlands (ZKD) sowie der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) unterstützen gemeinsam den Equal Pay Day.

Vergleicht man den Verdienst aller Männer in Deutschland mit dem aller Frauen, so verdienen Frauen durchschnittlich 22 % weniger als Männer. In Tagen ausgedrückt heißt das, Frauen arbeiten 79 Tage, also bis zum 19. März – dem diesjährigen Equal Pay Day – umsonst, während Männer bereits ab dem 1. Januar für ihre Arbeit entlohnt werden. Das liegt unter anderem daran, dass viele Frauen in Branchen beschäftigt sind, in denen deutlich weniger gezahlt wird als in Berufszweigen, in denen vor allem männliche Erwerbstätige arbeiten. Dies betrifft besonders Pflege- und erzieherische Berufe, in denen rund 90% aller Erwerbstätigen Frauen sind. Dabei sind – betrachtet man den demographischen Wandel in Deutschland – gerade diese so schlecht bezahlten Tätigkeiten Berufe mit Zukunft.