Archive Juli 2018

Unterführung Haltestelle Fischenich

Mit einem Schreiben hat die Verwaltung die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) erneut aufgefordert, die erforderlichen Arbeiten zur Deckensanierung am Tunnel schnellstmöglich durchzuführen und die betroffenen Flächen schon vorab zumindest provisorisch wieder in einen annehmbaren Zustand zu versetzen. Im Juni lag eine Antwort vor unter anderem mit folgenden Aussagen: Die Tunneldecke der Fußgängerunterführung an der Haltestelle der Linie 18 erhält eine neue Decke. Mit der Baumaßnahme soll noch 2018 begonnen werden und Frühjahr 2019 fertig sein.

Radweg entlang Linie 18

Radweg entlang Linie 18

Anfang Juli wurden zwei Entwürfe für einen Radweg zwischen Fischenich und Efferen vorgestellt. Beide Varianten beginnen an der Bonnstraße in Fischenich, führen über den vorhandenen Wirtschaftsweg und enden am Geh‐ / Radweg am Ende der Straße ZumKomarhof in Efferen. An der Bonnstraße ist eine Querungsstelle mit Mittelinsel für den Fuß‐ und Radverkehr geplant. Die Finanzierung soll zum Teil durch Fördermittel erfolgen. Nach der Planung und einer genaueren Kostenschätzung soll endgültig über die zu bauende Variante entschieden werden.

Container und Anbau Martinusschule Fischenich

Container und Anbau Martinusschule Fischenich

In den Sommerferien sollen die nächsten Containermodule an der Martinusschule in Hürth-Fischenich aufgestellt werden. Diese sind auch dringend nötig: zum neuen Schuljahr startet die Fuchs‐Klasse, die aktuell noch keinen Klassenraum zur Verfügung hat. Dann gibt es sechs jahrgangsübergreifende Klassen 1/2 und jeweils zwei Klassen der Stufen 3 und 4. Wann und wie es mit dem geplanten Anbau weiter geht, steht noch nicht fest.

Kreissparkasse Köln schließt Filiale in Fischenich

Die Kreissparkasse Köln hat angekündigt, drei weitere Filialen in Hürth zu schließen. Das betrifft neben den Filialen in Alt‐Hürth und Berrenrath auch die Filiale Fischenich/ Kendenich an der Ecke Gennerstraße/AmSchneeberg.

Die Kreissparkasse Köln begründet diesen Schritt mit dem veränderten Kundenverhalten. Immer seltener besuchen Kunden die örtliche Filiale und wählen stattdessen Online‐Banking. Während in Alt‐Hürth ein SBAutomat bestehen bleibt, fällt die Bargeldversorgung für Kunden der Kreissparkasse Köln in Fischenich und Kendenich komplett weg. Deshalb hat sich die SPD Hürth an den Regionaldirektor der Kreissparkasse in Hürth, Herrn Stephan Tiefenthal gewandt. Es muss sichergestellt werden, dass sich die Menschen in den betroffenen Orten weiterhin mit Bargeld versorgen können. Neben klassischen SB‐Automaten der KSK kommen dabei beispielsweise auch Kooperationen mit anderen Banken oder mit örtlichen Geschäften in Betracht. Schon jetzt kann man in bestimmten Einzelhandelsketten als Sparkassen‐Kunde an der Kasse Geld abheben. Wieso nicht beispielsweise auch in der örtlichen Bäckerei?

Wir sind auf die Antwort gespannt und halten sie auf demLaufenden!

Großbaustelle Gennerstraße – „Wundertüte“ Bauen im Bestand ‐ Ein Interview

Großbaustelle Gennerstraße – „Wundertüte“ Bauen im Bestand ‐ Ein Interview

Es geht voran mit der Baustelle Gennerstraße. Wir haben mit dem zuständigen Projektleiter sowie der Abteilungsleitung bei den Stadtwerken gesprochen.

 

Wie wurde die Bauzeit berechnet?

Im Allgemeinen gehen wir von der Kostenberechnung aus, die der Maßnahme zugrunde liegt. Eine Baukolonne kann einen gewissen Betrag im Monat durchschnittlich umsetzen. Davon ausgehend wurde die Bauzeit auf 5 Jahre geschätzt. Auf der Gennerstraße arbeiten bis zu 5 Kolonnen gleichzeitig, dadurch verkürzt sich die Bauzeit. Ursprüngliche Bauzeit war bis Mitte 2019. Durch viele zusätzliche Arbeiten und Erschwernisse, die erst nach Baubeginn erkennbar wurden, hat sich der Zeitplan aktuell bis Mitte 2019 ausgedehnt.

Wie viele Personen oder Firmen werden bei einer solchen Baumaßnahme koordiniert?

Verwaltungsseitig inklusive Ingenieurbüros sind über 60 Personen mit dem Projekt befasst, davon etwa 30 Personen mehr oder weniger regelmäßig. In die laufenden Arbeiten sind ca. 15‐20 Personen (Planung, Bauleitung, Versorger, Baufirma) plus ca. 20 Personen als Personal der beteiligten Baufirmen regelmäßig eingebunden. In einer wöchentlichen Baustellenbesprechung werden alle auf den neusten Stand gebracht.

Welche Herausforderungen hat die Baustelle Gennerstraße an die Stadtwerke gestellt?

Die Herausforderungen im laufenden Betrieb sind vielfältiger Art. Der Boden einer Tiefbaumaßnahme gleicht einer Wundertüte. Vor Baubeginn werden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Vieles kann man im Vorfeld klären, manches weiß man aus Erfahrung. Und meistens kommt es dann doch anders, weil die Unterlagen häufig ungenau sind. Dies betrifft nicht nur die Unterlagen der Stadtwerke, sondern vor allem die der sonstigen Versorger. Die Leitungen stammen teilweise noch aus den 30er Jahren, vieles aus den 50ern und 60ern. Damals wurde der Bestand nur grob aufgemessen. An wichtigen Punkten wie z.B. Kreuzung Gennerstraße/ Fronhofstraße kam zu erheblichen Verzögerungen, weil gerade dort Leitungen verlegt waren, die so nicht dokumentiert waren. Bis klar ist, wem welche Leitung gehört, ob diese umgelegt werden kann oder welche Alternativen zur Verfügung stehen, vergeht viel Zeit.

Kann man die Baustelle mit dem Neubau der B265n vergleichen? Dort es gefühlt ja schneller voran.

Nein, die beiden Maßnahmen kann man überhaupt nicht vergleichen. Die Trasse der B265n verläuft überwiegend auf freiem Feld. Dort kann man mit großen Geräten eine große Leistung erzielen. Innerhalb weniger Tage und Wochen pflügen sich Bagger, Raupen und LKW durch Tausende Tonnen Erdreich. Sobald die Maßnahme auf den Bestand trifft und z.B. um den Kreisverkehr Bonnstraße, dauern die Arbeiten auch endlos erscheinende Monate.

Manchmal sieht es so aus, als würde auf der Baustelle gar nicht gearbeitet.

Dieser Eindruck entsteht meistens durch besonderen Herausforderungen der Baumaßnahme und die Koordination der Personen. Insbesondere wenn die Versorgungsleitungen und Hausanschlüsse verlegt werden, fragen viele Anwohner, warum man dauernd einen Graben auf und wieder zu macht, dann daneben den nächsten Graben etc. Aus bautechnischen Gründen können wir nicht das „große Loch“ ausheben und alle Leitungen dort verlegen, weil sich die Baufirma, Anwohner, Rettungsdienst, .. noch irgendwo bewegen müssen. Gäbe es eine solche Lösung, würde sie sofort umgesetzt. Die Firmen werden ja nach Leistung nicht nach Anwesenheit auf der Baustelle bezahlt.

 

Das Gespräch musste gekürzt werden.