Archive März 2016

Studie: Frauen in der Kommunalpolitik

Gerade bin ich auf die Studie „Engagiert vor Ort – Wege und Erfahrungen von Kommunalpolitikerinnen“ des Bundesfamilienministeriums dem Jahr 2014 gestoßen. Und da bin ich wohl eine Exotin 🙂
Laut der Studie ist die Altersgruppe der 40- bis 60-Jährigen mit 64% vertreten, die der über 60-Jährigen mit weiteren 25%. Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit, Kindererziehung und politischem Mandat ist vorwiegend nur im zeitlichen Nacheinander möglich: 71% der befragten Stadt- und Gemeinderätinnen sind Mütter. Allerdings sind bei zwei Dritteln die Kinder bereits „aus dem Gröbsten“ heraus, also älter als 16 Jahre; nur 7% der Frauen versorgen Kinder unter fünf Jahren.

Für die Zukunft der ehrenamtlichen Kommunalpolitik brauchen wir auch weiterhin Nachwuchs. Laut der Studie gibt es bei den Frauen Potential. Denn die bürgerschaftlich engagierten Frauen von heute sind die Kommunalpolitikerinnen von morgen: 86% der befragten Frauen waren vor der Übernahme eines kommunalpolitischen Mandates in Vereinen, Initiativen oder Verbänden ehrenamtlich engagiert. Und 62% der Stadt- und Gemeinderätinnen bekamen den Anstoß für die Kommunalpolitik von außen. Die persönliche Ansprache bzw. gezielte Aktivierung ist somit ganz entscheidend, um Frauen für ein kommunalpolitisches Ehrenamt zu gewinnen.

Wichtig ist aber auch die Schaffung von Rahmenbedingungen zur besseren Vereinbarkeit von Kommunalpolitik mit der Familie und dem Beruf. Ein schonender Umgang mit der knappen Ressource Zeit würde in jedem Fall dazu beitragen, die Beteiligungsmöglichkeiten der zeitlich besonders belasteten Frauen (und Männer) zu verbessern.

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationsliste,did=166736.html

Bohrschlamm-Entsorgung: SPD fordert Klarheit über Giftstoffe

Seit am vergangenen Wochenende öffentlich wurde, dass die Firma Remondis Bohrschlamm aus Niedersachsen auf der Hürther Deponie in Knapsack entsorgt, ist die Aufregung zurecht groß. Die SPD-Fraktion hat jetzt eine Anfrage zur nächsten Sitzung des Umweltausschusses der Stadt Hürth eingebracht.

Wir wollen Klarheit darüber, um welche Giftstoffe es sich konkret handelt und welches Gefahrenpotential für die Bevölkerung wirklich besteh.

Die Anfrage umfasst auch den gesamten Bereich der Informationspflicht. Wir wissen noch nicht einmal, seit wann die Transporte laufen und wie viele Tonnen Giftmüll bereits auf der Hürther Deponie gelagert werden. Wir fordern, dass der Giftmüll dort entsorgt wird, wo er anfällt.
Die SPD-Fraktion setzt darauf, dass die Verwaltung so schnell wie möglich alle Informationen zusammenträgt.

Politik und Verwaltung müssen alle zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen, damit die Lieferungen aufhören

Internationaler Frauentag

Frauentag 2016Was uns wichtig ist:

  • Mehr Zeit für Familien: Mit dem Modell einer „Familienarbeitszeit“ erhalten Frauen und Männer in Zeiten mit erhöhten Anforderungen – wenn die Kinder klein sind oder Eltern pflegebedürftig werden – mehr zeitliche Spielräume.
  • Entgeltgleichheit: Mindestens ein Drittel des Gender Pay Gap ist auf Einkommensdiskriminierung zurückzuführen. Diese mittelbare und unmittelbare Diskriminierung zu bekämpfen – dafür muss Politik den Weg ebnen.
  • Selbstbestimmt und frei von Gewalt leben: noch immer werden Frauen Opfer von sexueller Gewalt. Das wollen wir nicht hinnehmen. Wir können etwas ändern.

Kommunalpolitik in die Schulen – nicht in Hürth

Aus dem Stadtanzeiger 24.2.2016

Aus dem Stadtanzeiger 24.2.2016

Von einer Bekannten aus Lengerich habe ich von dem Projekt KidS „Kommunalpolitik in die Schulen“ erfahren. Ich war schnell davon begeistert. Und nach der geringen Wahlbeteiligung bei der letzte Wahl wollte ich das gerne auch in Hürth etablieren.

Bei diesem „KidS-Projekt“ sollen Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe für 4 bis 6 Wochen Gelegenheit haben, Einblick in die Gemeinde- bzw. Kommunalpolitik zu bekommen, indem sie einem Ratsmitglied oder sachkundigem Bürger bei der Ausübung seiner kommunalpolitischen Aufgaben über die Schulter gucken.

Die Mehrheit aus CDU/Grünen ist gegen das Projekt „Kommunalpolitik in die Schulen“. In vielen anderen Kommunen läuft das Projekt sehr gut, schade dass es bei uns nichts wird.

Alle, die Lust haben mir über die Schultern zu schauen, dürfen sich gerne bei mir melden. Unabhängig von Alter und ob SchülerIn oder nicht 🙂

 

 

Gemeinsamer Kino-Abend mit dem Film „Mustang“

Film Mustang

Film Mustang

Die ASF Hürth lädt zu einem gemeinsamen Kino-Besuch ein.
Sonntag, 13. März
Treffen: 16:30 Uhr
Beginn des Films: 17:00 Uhr
Berli Theater, Wendelinusstr. 45, 50354 Hürth-Berrenrath

Bitte bis zum 10. März bescheid sagen, dann reserviere ich eine Karte. Alle anderen dürfen auch spontan dazu kommen.

Zum Film:
Im Frühsommer in einem kleinen türkischen Dorf machen Lale (Günes Nezihe Sensoy) und ihre vier Schwestern Nur (Doga Zeynep Doguslu), Ece (Elit Iscan), Selma (Tugba Sunguroglu) und Sonay (Ilayda Akdogan) auf dem Weg von der Schule nach Hause einen kleinen Abstecher zum Meer, wo sie mit ein paar Jungs spielen. Doch das eigentlich harmlose Herumalbern tritt einen Skandal mit weitreichenden Konsequenzen los. Fortan halten gefängnisähnliche Zustände Zuhause bei ihrem strengen Onkel Erol (Ayberk Pekcan) Einzug, wo die fünf Mädchen nach dem Tod ihrer Eltern aufwachsen. Stundenlanges Schuften bei der Hausarbeit und beim Kochen ersetzt die Schule und die ersten Ehen werden arrangiert. Doch die Geschwister, die den Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung gemein haben, versuchen alles, um den ihnen aufgezwungenen Restriktionen zu trotzen.

http://berli-huerth.de/de/