Neue Satzung für Tagespflege – mit kleinen Schritten

Jugendhilfeausschuss verabschiedet neue Satzung zur Förderung der Kindertagespflege

Bezahlung muss weiter verbessert werden

Die Arbeit von Tagesmüttern wurde nach langwieriger Diskussion auf eine neue Grundlage gestellt. Der Jugendhilfeausschuss verabschiedete eine neue Satzung zur Förderung der Kindertagespflege.

Die wesentlichen Veränderungen betreffen die Vermittlung und die Betreuungszeiten für Tagespflegekinder, die Antrags- und Bewilligungsverfahren, die Mitteilungspflichten und nicht zuletzt das Kindertagespflegeentgelt. Bei den Betreuungszeiten wird der für das Kind notwendige Bedarf noch stärker berücksichtigt und das Verfahren wird insgesamt transparenter. „Insgesamt bringt die neue Satzung Verbesserungen für Eltern, Kinder und Tagesmütter. Leider bleibt die Neuausrichtung bei der Bezahlung und der Weiterzahlung bei der Vergütung im Krankheitsfall weit hinter der Möglichkeiten der Stadt zurück“, so SPD-Ratsfrau Katrin Härtl.

Die neue Regelung sieht vor, dass sich die laufende Geldleistung von 5,00 € pro Stunde ab dem 1. August 2018 pauschal um 1,5% erhöht. Und bei der Regelung im Krankheitsfall bleibt es dabei, dass Tagesmütter nur fünf Krankheitstage weiter vergütet bekommen. Die SPD hatte Anfang des Jahres beantragt, die Geldleistung ab dem 1. August 2018 von derzeit 5,00 € pro Stunde auf 5,50 € zu erhöhen und die Weiterzahlung der Vergütung im Krankheitsfall von derzeit 5 auf 10 Tage anzuheben. „Wir sind mit diesem Antrag am Widerstand der CDU gescheitert. Es ist bis heute nicht klar, warum sich CDU gegen eine wesentliche Verbesserung der Bezahlung von Tagesmüttern wehrt. Wir werden uns jedenfalls weiter für eine solche Verbesserung einsetzen“, so Härtl.

In den abschließenden Beratungen konnte die SPD zwei weitere Forderungen durchsetzen. Beim Essensgeld wird es keine Verschlechterung der jetzigen Situation geben und die Krankheitstage des Kindes werden nicht mehr der Tagesmutter in Abzug gebracht. Die alte Satzung sah vor, dass Krankheitstage des Kindes nur in Abzug gebracht werden, wenn sie 10 Betreuungstage im Jahr überschreiten. „Für die Krankheitstage eines Kindes kann die Tagesmutter in der Regel nichts. Warum sollte sie hierfür weiter finanziell bestraft werden? Das hat sich jetzt mit der Zustimmung zu unserem Antrag erledigt“, ergänzt die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Silvia Lemmer (SPD).

 

 

 

Martinusschule Fischenich – es geht weiter

Die Container stehen seit den Sommerferien auf dem Schulhof. Für das nächste Schuljahr sind erneut so viele Kinder angemeldet, dass eine zusätzliche Klasse erforderlich ist. Auch in den kommenden Schuljahren werden die Anmeldezahlen laut Schulentwicklungsplan stabil auf hohem Niveau bleiben. Jetzt wird weiter geplant für einen (erneuten) Anbau an die Schule. Doch der Platz sollte gut genutzt werden. Das wird sicher die letzte Erweiterung an der Martinusschule sein. Da will gut überlegt sein, wie Raum und Geld bestmöglich eingesetzt wird. Aus diesem Grund hat die Verwaltung die Montag-Stiftung als Schulbauberater beauftragt, um den aktuellen Stand und den Bedarf zu erfassen. Daraus werden Empfehlungen für den Anbau und eine bessere Nutzung des Bestandes entwickelt. In der sogenannten Phase Null soll vor der eigentlichen Planung mit allen Betroffenen überlegt werden, was wirklich benötigt wird. Dabei sollen vor allem pädagogische Überlegungen in die Planung einfließen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob Verwaltung und Schule nicht auch ohne teure Beratung wissen, welchen Bedarf es an der Martinusschule gibt.

 

Schulbauberatung

Laut dem Konzept der Schulbauberatung, geht es vor allem darum, weiter zu denken. Der Neubau soll nicht die nächsten fünf Jahre ausreichen, sondern die nächsten 50 Jahre. Wie die Schullandschaft dann aussehen wird, weiß heute natürlich niemand. Aber man sollte möglichst gut planen. Wie und wo werden Kinder in Zukunft lernen? Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.

Offene Ganztagsschule (OGS)

In Fischenich sind aktuell ca. 60% der Kinder in der OGS angemeldet und verbringen damit einen Großteil des Tages an der Schule. Für die nächsten Jahre wird mit steigenden Zahlen gerechnet. In anderen Ortsteilen besuchen bereits jetzt über 90% der Kinder den offenen Ganztag. In der Regel sind sie von 8 Uhr bis 16 Uhr in Schule und OGS. Es gibt eine Lernzeit, in der die Kinder ihre Hausaufgaben erledigen. Sehr begehrt sind auch Angebote wie Judo, Fußball oder Schwimmen. Die Kinder essen gemeinsam warm zu Mittag. Allerdings fehlt dafür an der Martinusschule ein Speiseraum. Seit dem Schuljahr 2017/18 ist Schülergarten e.V. als neuer Träger für die OGS in Fischenich verantwortlich.

Zeitung für Fischenich

Pünktlich zu Ostern ist die Beilage für die Fischenicher SPD-Zeitung erschienen:

Ortsumgehung für Meschenich und Weiterführung Eifeltor

Seit fast einem halben Jahrhundert gibt es Pläne für eine Orts-umgehung für Meschenich. Jetzt soll sie kommen. Viele Fischenicher werden den Stau aus Köln kurz vor Meschenich kennen. Durch Köln ist man noch gut durchgekommen, aber kurz vor Zuhause erwischt einen der Feierabendverkehr und man steht auf der Brühler Landstraße. Damit soll bald Schluss sein. Die Ortsumgebung soll auch an den Marktweg angeschlossen werden und wird für einige Fischenicher Vorteile bringen. Wichtiger für Hürth ist allerdings der zweite Bauabschnitt. Der erste Bauabschnitt, die eigentliche Umfahrung von Meschenich, ist unstrittig. Aber wie soll der Verkehr weiter Richtung Eifeltor geführt werden? Der Landesbetrieb NRW plant die Fortführung der B51n bis zur Anschlussstelle Köln-Eifeltor. Durch den Neubau der B51 – als direkte Verbindung zwischen dem Ende der Ortsumgehung Köln-Meschenich und der Anschluss-stelle Köln-Eifeltor – wird das untergeordnete Straßennetz deutlich entlastet. Wir werden Sie weiter darüber informieren.

ALDI-Markt Fischenich

Im September 2017 traf der Planungsausschuss den Beschluss über den neuen Aldi-Markt. Bei dieser Sitzung war es dem Ausschuss wichtig, dass eine Anbindung durch einen Kreisverkehr erfolgt. Ohne eine solche Anbindung wäre es je nach Tageszeit schwierig, aus dem Parkplatz nach links auf die Bonnstraße abzubiegen. Inzwischen liegt eine grundsätzliche Zustimmung des Grundstückeigentümers vor, so dass der überarbeitete Entwurf für den Bebauungsplan 404 „Aldi-Markt Fischenich“ einen Kreisverkehr darstellt. Die Verkaufsfläche soll 799 m2 groß sein, das gesamt Plangebiet umfasst gut 9000 m2. Auf dem Gelände selber werden ca. 93 Stellplätze (davon drei Behindertenstellplätze) entstehen.

Der vorgesehene Kreisverkehr soll zum einen den Aldi-Markt erschliessen. Es wird aber auch eine Verkehrsberuhigung durch die Verlangsamung des Verkehrs erwartet. Außerdem entsteht dadurch die Möglichkeit den Bus wenden zu lassen. Es ist beabsichtigt, hier in Zukunft die Buslinie 718 halten zu lassen. Zur sicheren Überquerung der Bonnstraße wird eine neue Mittelinsel eingerichtet. Per Fahrrad kann man über den vorhandenen Radweg den Markt erreichen. Im weiteren Verfahren wird geprüft, ob das Dach begrünt oder mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet wird. Weiteres Verfahren Die in der Beteiligung der Öffentlichkeit geäußerten Anregungen werden dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Dabei werden öffentliche und private Interessen miteinander abgewogen. Auf Grundlage dieses Ergebnisses wird der B-Plan Entwurf erarbeitet. Dieser Plan wird ebenfalls öffentlich ausgelegt. Während dieser Zeit besteht ein weiteres Mal die Möglichkeit, Anregungen und Bedenken zu äußern. Die Termine werden in der Presse und im Internet veröffentlicht.

29. Februar – equal care day

Diesen Beitrag habe ich für die Aktion http://equalcareday.de geschrieben


Liebe Tochter,

Letzte Woche hast du aus der Schule ein Arbeitsblatt mit nach Hause bekommen. Du solltest eintragen, wer bei uns die Hausarbeit erledigt, also z.B. wer einkauft oder kocht. Bei den meisten Punkten hast du Mama und Papa eingetragen. Auf meine Nachfrage hast du mir erzählt, dass du die Arbeit bei uns gerecht aufgeteilt siehst. Blumen gießen hattest du übrigens gestrichen – Blumen haben wir nur in der Vase und die muss man nicht gießen, klar  🙂 Und du wünscht dir für später, dass du die Arbeit mit deinem Mann teilst. Das war der Anlass für mich, einmal darüber nachzudenken, was ich dir wünsche. Du bist jetzt 7 Jahre alt. In den nächsten, vielleicht 20 Jahren, kann sich einiges ändern …

Wenn du einmal erwachsen bist, dann wünsche ich mir für Dich, dass du auch einen Partner hast, für den es selbstverständlich ist, dass ihr die Arbeit teilt. Dass ihr beide Zeit für euere Kinder habt und sie natürlich gerne auch mal zur Oma und Opa bringt 🙂 Dass ihr beide Zeit für Hobby und Ehrenamt habt. Und dass ihr beide einen Beruf habt, der euch erfüllt, aber auch Zeit für die anderen Dinge lässt.
Ich hoffe aber auch, dass du irgendwann stolz auf mich bist und nicht mehr sauer, weil ich so viele Abende nicht da bin. Diese Abende verbringe ich bei Ausschüssen oder anderen politischen Sitzungen, denn ich möchte die Weichen stellen, damit es für euch später einfacher wird:
  • Kostenlose, gute Kinderbetreuung, damit du dir keine Sorgen machen musst, ob die Kinder gut betreut sind oder ihre Hausaufgaben machen, während du arbeitest
  • Einen Beruf, der dir Spaß macht und gut bezahlt ist, gleiche Bezahlung für Männer und Frauen und die richtigen Vorgesetzten. Damit es egal ist, wer wie lange in Elternzeit geht. (Ich weiß aus Erfahrung, dass es schön für alle Beteiligten ist, sich die Elternzeit zu teilen)
  • Ausreichende Rente, damit man sich keine Sorgen um die spätere Zukunft machen muss und die Großeltern auch Zeit haben für ihre Enkelkinder
  • Abschaffung des Ehegattensplittings. Weg mit den falschen Anreizen, stattdessen Entlastung für Kinder und nicht den Ehepartner
  • Tatsächlich auch technische Neuerungen, die das Leben erleichtern. Ohne gemeinsamen Kalender und Einkaufsliste auf den Smartphone wäre es noch komplizierter  🙂
Liebe Grüße aus dem Jahr 2018
Deine Mama

Diesen Beitrag habe ich für die Aktion http://equalcareday.de geschrieben.

29. Februar?

80% der Care-Arbeit wird von Frauen geleistet, sowohl im professionellen Bereich und mehr noch im Privaten: Das Datum „29.Februar“ soll daran erinnern, dass Männer in Deutschland über 4 Jahre brauchen, um die Care-Arbeit zu leisten, die Frauen innerhalb eines Jahres erbringen.